Neues Löschfahrzeug in Dienst gestellt

Tunnelfahrzeug_Start_01.AprilAnfang des Jahres 2018 beschloss die Feuerwehr Markt Piesting den Ankauf eines neuen Löschfahrzeuges. Dieser Entschluss wurde gefasst, um das das seit 1989 im Dienst stehende RLFA2 (Iveco Magirus) abzulösen. Dieses leistete beim Wissenstest am 30. März 2019 in Markt Piesting bei der Station „Geräte für den technischen Einsatz“ seinen letzten Dienst. Am 29. März 2019 konnte das neue Spezial-Löschfahrzeug von der Firma EMPL ausgeliefert und seitens der Feuerwehr Markt Piesting übernommen werden.



Beim ersten Hinsehen wirkt dieses HLF 2000/400 wie eine Fotomontage, hat man doch das Gefühl, ein Trugbild vor sich zu haben. Das Fahrzeug besitzt nämlich zwei Fahrerhäuser, von denen aus das HLF gesteuert und alle Funktionen durchgeführt werden können. Es wurde speziell gemäß den Anforderungen der heutigen Zeit entwickelt, um im Brandfall, beispielsweise auf schmalen Waldwegen oder auch im engen Zentrumsbereich professionell agieren zu können.

Das Doppelkopffahrzeug auf MAN-Fahrgestell 18.330 kann in engen Straßen wenden, diagonal fahren und ist bei Bedarf hinten und vorne steuerbar. Das Fahrzeug schafft in der Hauptfahrtrichtung 110 km/h und in der Notfahrtrichtung 90 km/h.
Dank Spezialwendegetriebe der Firma ZF lässt sich bei Gefahr die Fahrtrichtung mittels eines Knopfes um 180° drehen. Der lenkbare Allradantrieb ermöglicht enge Kurvenradien sowie Schrägfahrten, um das Fahrzeug auch aus engen Positionen zu manövrieren.
Der Vorteil des Fahrzeuges ist klar darin zu sehen, dass die Flucht aus einer Gefahrensituation einfach und problemlos möglich ist, ohne das Fahrzeug wenden zu müssen. Im Einsatzfall werden daher beide Kabinen besetzt, so dass bei einer Notsituation unverzüglich der Rückzug angetreten werden kann.

SPEZIELLE SCHUTZVORRICHTUNGEN
Eine Selbstschutzanlage bewahrt die Fahrzeugaußenhaut vor Beflammung und Hitzestrahlungsschäden. Ein Sprühwasserschirm schirmt das Fahrzeug ab, die Reifen werden durch ein spezielles Düsensystem vor Hitze und Flammen geschützt.
Der Aufbau, bestehend aus sechs Geräteräumen, ist aus High-Tech Alu-Sandwich-Paneelen gebaut. Der Wassertank fasst 2.000 Liter, der Schaumtank 400 Liter. Die Feuerlöschkreiselpumpe erbringt eine Nennleistung von 3000 Liter / min bei 10 bar.

Neben einem ferngesteuerten Dachwasserwerfer (2000 Liter/min) verfügt das HLF über einen Einbaustromerzeuger (14 kVA – direkt angetrieben vom Nebenantrieb), Rückfahrtkamera und Rückfahrtsensoren an beiden Fahrerhäusern, je eine Elektroseilwinde mit fünf Tonnen Kapazität, angebaut an der Stoßstange eines jedes Fahrerhauses.
Ein pneumatisch ausfahrbarer Lichtmast mit 4000 Watt Leistung und Ausfahrtsensor, eine integrierte Umfeldbeleuchtung sowie LED-Weitstrahler an jedem Fahrerhaus garantieren eine ausreichende Ausleuchtung der Einsatzstelle.
Zur weiteren Ausrüstung zählen unter anderem (vom RLFA2 übernommen) hydraulische Rettungsgeräte, pneumatische Hebekissen, Schnellangriffshaspel mit 40 m formbeständigem Schlauch, Kabeltrommeln, Schlauchmaterial, Strahlrohre, Hilfsmaterial, Atemschutzgeräte sowie Rettungswerkzeuge bzw. allgemeines Schanzwerkzeug usw.


TECHNISCHE DATEN
Abmessungen:        
Länge: ca. 9.570 mm
Breite:       2.500 mm
Höhe:    ca. 3.480 mm
Chassis: MAN 18.330
Leistung: 330 PS
Maximalgewicht: 18.000 kg
Fahrerhaus 1: MAN-Doppelkabine
Fahrerhaus 2: MAN-Singlekabine
Höchstgeschwindigkeit:
110 km/h in Hauptfahrrichtung
90 km/h in Notfahrrichtung
Getriebe: Spezialwendegetriebe der Firma ZF
Aufbau: Aus High-Tech-Aluminium-Sandwich-Paneelen
Geräteräume: 6 Geräteräume (3 auf jeder Seite)

 

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